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FAZIT 2017  -  Stadt mit Fortschritten / UKB erneut ohne Aktivitäten / Verkehrszunahme über 14.000 KFZ pro Tag
 
Im zurückliegenden Jahr ist es gelungen, bei den Themen Seilbahn und städtisches Parkraumkonzept entscheidende Schritte voran zu kommen. Der Seilbahn wird durch ein externes Gutachten über die Trasse Hindenburgplatz / Museumsmeile / Gronau / Beuel-Süd (Telekom) eine positive Machbarkeit bescheinigt. Im Rahmen der Podiumsdiskussion des 4. Bürgerdialogs konnte unsere Position erneut klar verdeutlicht und Falschbehauptungen von Seilbahnkritikern sachlich widerlegt werden. Leider steht die Stadtverwaltung beim jetzt erforderlichen nächsten Schritt - der volkswirtschaftlichen Betrachtung des Seilbahnvorhabens – seit Monaten auf der Bremse!
Das geforderte städtische Parkraumkonzept für den Venusberg liegt jetzt ebenfalls vor. Inhaltlich geht das Konzept in die richtige Richtung, bedarf jedoch in wesentlichen Details der dringenden Korrektur. Hier zeigt die Stadtverwaltung bisher entgegen öffentlicher Zusagen keinerlei Kompromissbereitschaft. Eine Umsetzung darf in der aktuell vorliegenden Form nicht erfolgen. Die Nachteile für die Anwohner durch das UKB reichen, es bedarf keiner weiteren durch die Stadt.
 
Das UKB hat es ein weiteres Jahr geschafft keine wirksamen Aktivitäten zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs anzugehen. Erst kürzlich wurde öffentlichkeitswirksam das 3.(!) Jahr Probebetrieb von 10 E-Bikes verkündet. Vielleicht muss man den Ärzten am UKB noch einmal erklären, dass es sich beim vorliegenden Fall nicht um eine medizinische Langzeitstudie handelt, sondern um einen akuten Notfall. Übrigens trägt bei diesem Projekt die Kosten die SWB – eigenes Engagement des UKB sieht in unseren Augen anders aus!
 
Vielleicht wäre das alles nicht so schlimm, würden die Fakten nicht wieder eine leider eindeutige Sprache sprechen. Die Verkehrssituation entwickelt sich mit wachsender Geschwindigkeit in Richtung der erschreckenden Prognosen aus zurückliegenden Jahren. 2017 übertraf in einer städtischen, mehrtägigen Radarmessung zum Jahresende die Anzahl der KFZ auf der Robert-Koch Straße die Grenze von 14.000 pro Tag! Mittlerweile werden selbst Grünanlagen im Naturschutzgebiet auf dem Venusberg rücksichtslos zugeparkt.
 
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Das Fazit zum download finden Sie hier
 
 
A) Parkraum-Management für den Venusberg
Anfang Juli hat der Planungsausschuss einstimmig der Bezirksvertretung Bonn (für seine Sitzung am 05.09.2017) die “Bürgerinformation zur Vorstellung des Parkraumkonzeptes Venusberg” empfohlen (Link auf die Beschlussfassung). Die Untersuchung und die hieraus gezogenen Schlüsse sind unter folgendem Link zu erreichen (Link auf die Parkraumuntersuchung).
Die Verknappung des freien Parkraums für Wohnortfremde ist zu begrüßen. Widerstand jedoch ruft insbesondere der Wegfall von 166 Parkplätzen – im Schwerpunkt an der stark bewohnten Sigmund-Freud Straße und des Kiefernwegs – aus. Beide Straßen würden somit zu schnell befahrenen Zufahrten zum UKB ertüchtigt mit massiven Auswirkungen auf Lärm, Feinstaub und Sicherheit der Bewohner.
Hier müssen die Anwohner bei der anstehenden Bürgerinformation (vor den Herbstferien geplant) klar Stellung beziehen!
 
B) positive Machbarkeitsstudie zur Seilbahn beim 4. Bürgerdialog vorgestellt (falsche Behauptungen entkräftet)
Beim 4. Bürgerdialog informierte die Stadt am 22.06.2017 über die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie einer möglichen Seilbahn zwischen Beuel-Süd und dem Venusberg (weitere Informationen finden sich hier). Neben den Befürwortern des UKB und der acht mit uns kooperierenden Verbände (ADFC, VCD, BUND, NABU, ASTA, Verkehrsforum Bonner Bürgerinitiativen, BUB und Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge) haben auch wir die Gelegenheit genutzt, unseren Standpunkt deutlich zu machen (Link auf Vortrag).
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnten die falschen und bewusst angstschürenden Behauptungen der Seilbahngegner umfänglich widerlegt werden.
Zur Information von Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit hat die Anwohner-Initiative Venusberg den wesentlichsten Falsch-Behauptungen die belegbaren Fakten gegenüber gestellt:
 
Hier findet sich der Fakten-Check.
 
EI N L A D U N G

zum  4. Bürgerdialog zur Machbarkeitsstudie der Seilbahn


am 22.06.2017 bereits ab 17 Uhr

in der Stadthalle Godesberg.

Dazu möchten wir auch auf die gemeinsame Stellungnahme von neuen Verbänden und Initiativen, darunter auch der AIV, hinweisen, die die Pläne der Stadt Bonn für eine Seilbahn aus ökologischen und verkehrspolitischen Gründen unterstützt.
 

8. Mai 2017


Offener Brief der Anwohner-Initiative Venusberg (AIV) zu den Aussagen der Bürgerinitiative Bonn bleibt seilbahnfrei!, vertreten durch Herrn Gundolf Reichert


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Seit Tagen verbreitet die in Dottendorf ansässige Bürgerinitiative Bonn bleibt seilbahnfrei!, vertreten durch Herrn Gundolf Reichert, ihre Einschätzung, rund um das Universitätsklinikum Bonn (UKB) auf dem Venusberg gebe es keine Verkehrsprobleme. Heute Abend lädt die Dottendorfer Bürgerinitiative zu einer Veranstaltung im Ortszentrum Dottendorf ein, auf der „überraschende Ergebnisse“ einer eigenen Verkehrszählung präsentiert werden sollen.


Auf die von der Initiative erhobenen Zahlen darf man also gespannt sein! Denn durch mehrere unabhängige Messreihen wurden die Verkehrsströme auf dem Venusberg und in Ippendorf über mehrere Tage fahrzeuggenau aufgezeichnet. Diese Messungen bestätigen das Empfinden der Anwohner, Klinikmitarbeiter, Patienten und ihrer Besucher eines signifikant hohen und zunehmenden Verkehrsaufkommens. Darüber hinaus zeigen die Messungen der SWB eine weit über die Kapazitätsgrenzen der Busse hinausgehende Auslastung, die den täglichen Einsatz von Entlastungsbussen zu Stoßzeiten erforderlich macht.


Seit Monaten führt die Dottendorfer Bürgerinitiative Argumente gegen eine Seilbahn an, die jeder Grundlage entbehren. Die für eine reelle Bewertung der Kosten und Nutzen einer Seilbahn erforderlichen Daten und Fakten sind Gegenstand einer umfangreichen Machbarkeitsstudie, die der Öffentlichkeit in den kommenden Tagen präsentiert werden soll. Erst dann wird eine sachliche Diskussion geführt werden können. Mit Behauptungen die Stimmung in Dottendorf weiter anzuheizen ist einer qualifizierte Auseinandersetzung jedoch nicht dienlich - hat doch Herr Reichert in einem kürzlich geführten Gespräch mit Vertretern der AIV mehrfach betont, dass es wichtig sei, die Diskussion sachlich zu führen und nicht einen Stadtteil gegen den andere aufzubringen.

 

Der AIV ist an einer Diskussion gelegen, die sich an den durch die Machbarkeitsstudie ermittelten Daten und Fakten orientiert.

Informationen zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie erhalten Sie auf dem 3. Bürgerdialog der Stadt Bonn am 16. Mai um 19 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bonns Fünfte, Eingang August-Bier-Straße 2.

Für die Anwohner-Initiative Venusberg

Barbara Dreymann Christoph Sartoris