Blue Flower

 
A) Parkraum-Management für den Venusberg
Anfang Juli hat der Planungsausschuss einstimmig der Bezirksvertretung Bonn (für seine Sitzung am 05.09.2017) die “Bürgerinformation zur Vorstellung des Parkraumkonzeptes Venusberg” empfohlen (Link auf die Beschlussfassung). Die Untersuchung und die hieraus gezogenen Schlüsse sind unter folgendem Link zu erreichen (Link auf die Parkraumuntersuchung).
Die Verknappung des freien Parkraums für Wohnortfremde ist zu begrüßen. Widerstand jedoch ruft insbesondere der Wegfall von 166 Parkplätzen – im Schwerpunkt an der stark bewohnten Sigmund-Freud Straße und des Kiefernwegs – aus. Beide Straßen würden somit zu schnell befahrenen Zufahrten zum UKB ertüchtigt mit massiven Auswirkungen auf Lärm, Feinstaub und Sicherheit der Bewohner.
Hier müssen die Anwohner bei der anstehenden Bürgerinformation (vor den Herbstferien geplant) klar Stellung beziehen!
 
B) positive Machbarkeitsstudie zur Seilbahn beim 4. Bürgerdialog vorgestellt (falsche Behauptungen entkräftet)
Beim 4. Bürgerdialog informierte die Stadt am 22.06.2017 über die positiven Ergebnisse der Machbarkeitsstudie einer möglichen Seilbahn zwischen Beuel-Süd und dem Venusberg (weitere Informationen finden sich hier). Neben den Befürwortern des UKB und der acht mit uns kooperierenden Verbände (ADFC, VCD, BUND, NABU, ASTA, Verkehrsforum Bonner Bürgerinitiativen, BUB und Lebenswerte Region Bonn-Siebengebirge) haben auch wir die Gelegenheit genutzt, unseren Standpunkt deutlich zu machen (Link auf Vortrag).
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnten die falschen und bewusst angstschürenden Behauptungen der Seilbahngegner umfänglich widerlegt werden.
Zur Information von Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit hat die Anwohner-Initiative Venusberg den wesentlichsten Falsch-Behauptungen die belegbaren Fakten gegenüber gestellt:
 
Hier findet sich der Fakten-Check.
 
EI N L A D U N G

zum  4. Bürgerdialog zur Machbarkeitsstudie der Seilbahn


am 22.06.2017 bereits ab 17 Uhr

in der Stadthalle Godesberg.

Dazu möchten wir auch auf die gemeinsame Stellungnahme von neuen Verbänden und Initiativen, darunter auch der AIV, hinweisen, die die Pläne der Stadt Bonn für eine Seilbahn aus ökologischen und verkehrspolitischen Gründen unterstützt.
 

8. Mai 2017


Offener Brief der Anwohner-Initiative Venusberg (AIV) zu den Aussagen der Bürgerinitiative Bonn bleibt seilbahnfrei!, vertreten durch Herrn Gundolf Reichert


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Seit Tagen verbreitet die in Dottendorf ansässige Bürgerinitiative Bonn bleibt seilbahnfrei!, vertreten durch Herrn Gundolf Reichert, ihre Einschätzung, rund um das Universitätsklinikum Bonn (UKB) auf dem Venusberg gebe es keine Verkehrsprobleme. Heute Abend lädt die Dottendorfer Bürgerinitiative zu einer Veranstaltung im Ortszentrum Dottendorf ein, auf der „überraschende Ergebnisse“ einer eigenen Verkehrszählung präsentiert werden sollen.


Auf die von der Initiative erhobenen Zahlen darf man also gespannt sein! Denn durch mehrere unabhängige Messreihen wurden die Verkehrsströme auf dem Venusberg und in Ippendorf über mehrere Tage fahrzeuggenau aufgezeichnet. Diese Messungen bestätigen das Empfinden der Anwohner, Klinikmitarbeiter, Patienten und ihrer Besucher eines signifikant hohen und zunehmenden Verkehrsaufkommens. Darüber hinaus zeigen die Messungen der SWB eine weit über die Kapazitätsgrenzen der Busse hinausgehende Auslastung, die den täglichen Einsatz von Entlastungsbussen zu Stoßzeiten erforderlich macht.


Seit Monaten führt die Dottendorfer Bürgerinitiative Argumente gegen eine Seilbahn an, die jeder Grundlage entbehren. Die für eine reelle Bewertung der Kosten und Nutzen einer Seilbahn erforderlichen Daten und Fakten sind Gegenstand einer umfangreichen Machbarkeitsstudie, die der Öffentlichkeit in den kommenden Tagen präsentiert werden soll. Erst dann wird eine sachliche Diskussion geführt werden können. Mit Behauptungen die Stimmung in Dottendorf weiter anzuheizen ist einer qualifizierte Auseinandersetzung jedoch nicht dienlich - hat doch Herr Reichert in einem kürzlich geführten Gespräch mit Vertretern der AIV mehrfach betont, dass es wichtig sei, die Diskussion sachlich zu führen und nicht einen Stadtteil gegen den andere aufzubringen.

 

Der AIV ist an einer Diskussion gelegen, die sich an den durch die Machbarkeitsstudie ermittelten Daten und Fakten orientiert.

Informationen zu den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie erhalten Sie auf dem 3. Bürgerdialog der Stadt Bonn am 16. Mai um 19 Uhr in der Aula der Gesamtschule Bonns Fünfte, Eingang August-Bier-Straße 2.

Für die Anwohner-Initiative Venusberg

Barbara Dreymann Christoph Sartoris

 

„Uniklinikum will neues Parkhaus bauen“ (Link auf GA-Artikel) erschienen im GA am 27.01.2017

 

Der Artikel beginnt mit der Feststellung „Lange Staus an der Einfahrt zum Universitätsklinikum Bonn und suchend in den Parkhäusern umherirrende Besucher sind (…) das normale Bild“. Ergänzen müsste man noch, dass die PKW-Fahrer zuvor in den angrenzenden Wohngebieten auf der Suche nach einer kostenfreien Parkmöglichkeit bereits lange erfolglos herumgefahren sind. Die hier noch vorhandenen Kapazitäten sind, wie jeden Wochentag, seit den frühen Morgenstunden bereits durch das Klinikpersonal vollständig belegt.

Die stellvertretende Pressesprecherin des UKB verspricht im vorliegenden Artikel Besserung durch ein neues Parkhaus an der Hauptpforte – im Jahre 2025! Wer glaubt, dass dieses Vorhaben Abhilfe schaffen würde, lässt sich gehörig hinters Licht führen. Das Gebäude entsteht auf dem Gelände des derzeitigen Parkhauses (mit einer Kapazität von 355 Plätzen) und bedient die gesetzlichen Vorgaben für die Baugenehmigung des neuen Eltern-Kind-Zentrums (Neu-Bedarf von 140 Stellplätzen, Ersatzbedarf für wegfallende Plätze im Baugebiet von 160 Stellplätzen), welches derzeit auf dem UKB-Gelände gebaut wird. Im Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan (Nr. 7818-16) des Eltern-Kind-Zentrums vom 17.10.2014 wird die Kapazität des neuen Parkhaus-Mitte auf 744 Stellplätze taxiert. Bis zu dessen Fertigstellung im Jahre 2025 hätte das Parkhaus somit lediglich eine rechnerische Mehrkapazität von 90 Stellplätzen.

Nach den Ausführungen der Pressestelle des UKB im obigen Artikel plant das Klinikum jetzt nur mit lediglich 500 Plätzen. Da erwartet uns ein Defizit von 154 Stellflächen. Interne Gutachten des UKB gehen im Vergleich zu heute bis 2025 von einer bis zu 50%igen Zunahme des PKW-Verkehrs im Quartier aus.

Lasst uns weiter die Augen fest geschlossen halten und untätig ausharren. Dann geschieht vielleicht ein Wunder, sicherlich aber noch größeres Chaos mit unabsehbaren Folgen nicht nur für die Patienten des UKB.