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Foto: Presseamt Bonn

Verkehrskonzept jetzt!

Die „Anwohnerinitiative Venusberg“ fordert parallel zum Ausbau des Uniklinikums Bonn (UKB) ein schlüssiges Verkehrskonzept!

Bonner Seilbahn:

Es scheint ruhig geworden zu sein um das Bonner Seilbahnprojekt. Doch der Eindruck, es gehe nicht voran, täuscht.

Die Stadt arbeitet an der Kosten-/Nutzenanalyse. Diese ist Grundlage für die laufenden Gespräche mit Vertretern von NRW und Bund. Der Bund ist nach Änderung des Gemeindefinanzierungs-Gesetzes jetzt ebenfalls ein interessierter und potentiell finanzieller Förderer. Die Anwohner-Initiative hat sich zu diesem Thema bereits seit einiger Zeit mit acht weiteren Verbänden (u.a. ADFC, BUND, NABU, VCD) in Bonn zusammen geschlossen.   

 

 

Details finden sich auf der gemeinsamen WEB-Seite: https://www.seilbahnbonn.de/

In den letzten Tagen berichtete die Presse (u.a. Bonner General-Anzeiger, DIE ZEIT) wieder vermehrt über die Aktivitäten rund um das Vorhaben. Politisch wird das Thema auch im Wahlkampf zu finden sein. Eine merkliche Veränderung zur letzten Kommunalwahl: das Vorhaben hat deutlich an Reife hinzugewonnen, ist aus den Kinderschuhen definitiv herausgewachsen und fester Bestandteil der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Für Ende des Jahres wird mit dem Abschluss der Kosten-/Nutzenanlyse und einem politischen Beschluss zur Einleitung des Planungsverfahrens gerechnet.

 
 
 

 

Parkraumkonzept:

Seit Anfang Juli sind jetzt die Vorboten für das neue Parkraumkonzept auf dem Venusberg für jeden sichtbar.

Das Konzept unterteilt das Quartier grob in drei unterschiedliche Bereiche (wir berichteten bereits darüber):

a) reines Bewohnerparken

b) Parkscheinparken

c) Parkscheibenparken

Alle Anwohner mit einem Bewohner-Parkausweis parken in diesen Zonen frei. Genau genommen werden diese drei Zonen durch einen Bereich vor der Ladenzeile in der Sertürnerstraße ergänzt. In diesem darf ausschließlich mit einem Parkschein geparkt werden.

Alle Details hierzu finden sich unter folgendem Link: Parkraumkonzept Venusberg

Als nächste Schritte werden die Parkscheinautomaten aufgestellt und ggf. erforderliche, neue Markierungen auf den Straßen angebracht. 

Die Beschaffung der Automaten dauert zur Zeit noch an – bis Ende des Jahres könnten aber alle Voraussetzungen (inkl. der zusätzlichen Kräfte beim Ordnungsdienst) geschaffen sein und die neuartige Parkraumbewirtschaftung wird starten.

 

   



Grünstreifen Robert-Koch-Straße:

Jetzt im Sommer ist der Grünstreifen an der Robert-Koch-Straße wieder mit Gras und Büschen bewachsen. Der Zugang zum Waldweg ist zudem wirksam gegen die zuletzt massiv angestiegene Zahl wild parkender Fahrzeuge (s. Foto aus 2018) gesperrt.

Gemeinsam mit dem Bauamt der Stadt Bonn ist es der Anwohner-Initiative gelungen, über eine neue, erhöhte Bordsteinkante sowie vorgezogener Baken das Naturschutzgebiet vor allen Falschparkern des UKB zu schützen.

 

Sehr kooperativ und unbürokratisch wurden 2018 verschiedene Möglich-keiten zwischen Stadt und Initiative erörtert. Die Umsetzung trieb das Bauamt zügig voran. Jetzt hat sich die Natur ihren Teil bereits selbst wieder zurückerobert (s. Foto aus 2020). Dies ist vor allem sehr wichtig in Bezug auf das neue, anstehende Parkraum-konzept gewesen. Denn der Parkdruck auf die Angestellten und Besucher des UKB wird zunehmen und ohne Barrieren würden diese leider auch nicht vor dem Wald als Parkfläche haltmachen.

 

   
   
   
   

Förderung des Rad-Potentials:

Zur Entlastung des Autoverkehrs auf dem Venusberg spielt das Fahrrad (ob klassisch oder elektrisch) eine zunehmende Bedeutung.

Die Anwohner-Initiative hat hierzu eine eigene Potential-analyse bezüglich der Radwege erarbeitet und diese der Stadt sowie dem UKB zur aktiven Nachverfolgung und Umsetzung überlassen.

 

Die Potentialanalyse findet sich hier

Als eine notwendige Voraussetzung für den Umstieg auf das Rad hat sich das UKB als fahrradfreundlicher Betrieb vom ADFC zertifizieren lassen. Aktive Anreizsysteme für die Beschäftigten zur verstärkten Nutzung des Rades stehen seitens des UKB jedoch weiterhin aus.

 
 

 

Hubschrauberlandeplatz:

Seit Ende Juni 2019 ist der neue Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Interdisziplinären Notfallzentrums (INZ) des UKB in Betrieb.

Die Klinik rechnet gegenüber dem alten Landeplatz mit einer Steigerung der Flugbewegungen auf 168 An- und 168 Abflüge bei Tag und 6 An- und Abflüge bei Nacht pro Jahr.

Im Unterschied zu dem alten Bodenlandeplatz sind für den neuen Dachlandeplatz nicht zwei, sondern vier Sektoren ausgewiesen, die für den Anflug genutzt werden können. Aus welcher Richtung der Landeplatz angeflogen wird,

entscheidet der Pilot je nach Windrichtung. Das UKB hat auf Nachfrage der AIV die Leitstellen aufgefordert, die Einsatzkräfte darauf hinzuweisen, einen Anflug über das Wohngebiet nach Möglichkeit zu vermeiden. Die ersten Monate der Nutzung des

neuen Landeplatzes sollen evaluiert werden. Dann will sich das UKB ggf. mit uns beraten.

 

Das für die Genehmigung des Landeplatzes eingeholte Lärmgutachten des TÜV Nord findet sich hier

  

 

 

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Darum geht es:

Das Bonner Uniklinkum liegt in einer Sackgasse direkt am Naturschutzgebiet Kottenforst. Erreichbar ist es über zwei Zufahrtsstraßen, mitten durch die Wohnviertel Ippendorf und Venusberg – Stadtrandgebiete, die ursprünglich für ihre idyllische Waldlage bekannt sind. Der stete Ausbau des Klinikgeländes führte allerdings in den letzten Jahren zu einer starken Zunahme des Verkehrsaufkommens in Venusberg, Ippendorf und Poppelsdorf. Wie eine Perlenschnur führen PKW, Lieferwagen und LKW zu Stoßzeiten über den Gudenauer Weg, über Spreestraße, Haager Weg, Kiefernweg sowie von Kessenich/Poppelsdorf über die Siegmund-Freud-Straße zur Hauptpforte der Klinik und zurück.

 

Wir sind betroffen!

Die Anwohner aller angrenzenden Stadteile, die unter Verkehr, Lärm, Staub und zugeparkten Wohnstraßen leiden.

Die Kinder und Senioren, die durch die zunehmende Geschwindigkeit und den Schwerlastverkehr in den Wohnstraßen besonders gefährdet sind.

Die UKB- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Stoßzeiten im Stau stehen.

Die Rettungskräfte, die im Notfall gezwungen sind, mit überhöhter Geschwindigkeit durch Wohngebiete zu rasen.

 

Unterstützen Sie uns!

Unterstützen Sie unsere Online-Petition, wenn Sie nicht zu den ca. 1000 Mitbürgerinnen und Mitbürgern gehören, deren Unterschriften uns bereits vorliegen.