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Foto: Presseamt Bonn

Verkehrskonzept jetzt!

Die „Anwohnerinitiative Venusberg“ fordert parallel zum Ausbau des Uniklinikums Bonn (UKB) ein schlüssiges Verkehrskonzept!

 08.02.2021: Parkraumkonzept auf dem Venusberg umgesetzt – und jetzt das!

Seit Ende Januar sind alle Markierungen, Schilder und Automaten installiert. Das neue Parkraumkonzept ist gestartet und nach einer Woche Karenzzeit verwarnt das Ordnungsamt, dem politischen Beschluss von 2019 entsprechend, verstärkt Parkende ohne gültige Parkerlaubnis. 

 
Zeitgleich mit der Einführung tauchen jetzt aber auch Autos mit eigenartigen Sonderparkgenehmigungen des UKB in den Straßen des Venusberges auf. Nach „Gutsherrenart“ hat das UKB 200 Beschäftigten erlaubt, auf dem Venusberg kostenfrei in den Gebieten der Anwohner zu parken. So etwas geschieht nicht ohne die Rückendeckung der Verwaltung – an allen politischen Gremien und dem Runden Tisch vorbei.
Ein Skandal! (der GA berichtete am 03.02.2021,  siehe Link auf GA-Artikel)
 
Vermutlich ist es dem UKB nicht gelungen, die Umsetzung des ganzen Konzepts weiter hinauszuzögern und so handelte es auf seine Weise. Unsere wiederholten Nachfragen, wie sich das UKB denn nach langjähriger Mitgestaltung auf die Veränderungen eingestellt habe, beantwortete man in der Vergangenheit immer sehr schmallippig. Jetzt ist klar, warum.
 
Die Anwohner-Initiative hat hierauf mit zwei offenen Briefen an Frau Dörner und den Vorstand des UKB reagiert. Wir sind auf Antworten und resultierende Taten gespannt.
 
LINK auf offenen Brief an Frau Dörner        
LINK auf offenen Brief an Herrn Prof. Holzgreve

 

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Darum geht es:

Das Bonner Uniklinkum liegt in einer Sackgasse direkt am Naturschutzgebiet Kottenforst. Erreichbar ist es über zwei Zufahrtsstraßen, mitten durch die Wohnviertel Ippendorf und Venusberg – Stadtrandgebiete, die ursprünglich für ihre idyllische Waldlage bekannt sind. Der stete Ausbau des Klinikgeländes führte allerdings in den letzten Jahren zu einer starken Zunahme des Verkehrsaufkommens in Venusberg, Ippendorf und Poppelsdorf. Wie eine Perlenschnur führen PKW, Lieferwagen und LKW zu Stoßzeiten über den Gudenauer Weg, über Spreestraße, Haager Weg, Kiefernweg sowie von Kessenich/Poppelsdorf über die Siegmund-Freud-Straße zur Hauptpforte der Klinik und zurück.

 

Wir sind betroffen!

Die Anwohner aller angrenzenden Stadteile, die unter Verkehr, Lärm, Staub und zugeparkten Wohnstraßen leiden.

Die Kinder und Senioren, die durch die zunehmende Geschwindigkeit und den Schwerlastverkehr in den Wohnstraßen besonders gefährdet sind.

Die UKB- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Stoßzeiten im Stau stehen.

Die Rettungskräfte, die im Notfall gezwungen sind, mit überhöhter Geschwindigkeit durch Wohngebiete zu rasen.