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Bis Montag, 08.03.2021, sind alle ausgegebenen Ausnahmegenehmigungen für das Parken der UKB Beschäftigten

im Wohngebiet Venusberg wieder eingezogen (s. Bild)

 

Nach intensivem öffentlichen Druck durch die Anwohner-Initiative 

sind die Ausnahmegenehmigungen nach nur vier Wochen, und

somit bereits nach 1/3 der ursprünglich vereinbarten Laufzeit,

vorzeitig vom UKB zurückgenommen worden. Dies geschieht damit noch

vor dem politischen Diskurs in der Sitzung des Hauptausschusses

der Stadt Bonn am 09.03.2021 (Vorlage 210048 und 210048-01ST).

Auf diese Weise scheint man Druck aus der anstehenden

Diskussion nehmen zu wollen.

Die Auseinandersetzung mit der dubiosen Absprache zwischen UKB

und Stadtverwaltung ist noch nicht geführt. Keine der Fragen

unserer öffentlichen Schreiben an Frau Dörner und Herrn Prof.

Holzgreve sind bisher beantwortet worden.

 

 

So verhält man sich nur, wenn man sich seines Fehlverhaltens sehr bewußt ist:

* sachgrundlose Bevorzugung des UKB gegenüber den Anwohnern

* Handeln entgegen politisch legitimierter Beschlüsse

* bewußte Hintergehung von Konsensentscheidungen am Runden-Tisch 

 

Gut ist, dass das von der Anwohner-Initiative in jahrelangen Verhandlungen zwischen Stadt und UKB erzielte

Parkraumkonzept jetzt mit wenigen Wochen Verzögerung seine beschlossene Wirkung zeigen kann. Die

Aufarbeitung des Sachverhalts und entsprechende Lehren für die Zukunft stehen jedoch noch aus.

Seit Ende Januar sind alle Markierungen, Schilder und Automaten installiert. Das neue Parkraumkonzept ist gestartet und nach einer Woche Karenzzeit verwarnt das Ordnungsamt, dem politischen Beschluss von 2019 entsprechend, verstärkt Parkende ohne gültige Parkerlaubnis. 

 
Zeitgleich mit der Einführung tauchen jetzt aber auch Autos mit eigenartigen Sonderparkgenehmigungen des UKB in den Straßen des Venusberges auf. Nach „Gutsherrenart“ hat das UKB 200 Beschäftigten erlaubt, auf dem Venusberg kostenfrei in den Gebieten der Anwohner zu parken. So etwas geschieht nicht ohne die Rückendeckung der Verwaltung – an allen politischen Gremien und dem Runden Tisch vorbei.
Ein Skandal! (der GA berichtete am 03.02.2021,  siehe Link auf GA-Artikel)
 
Vermutlich ist es dem UKB nicht gelungen, die Umsetzung des ganzen Konzepts weiter hinauszuzögern und so handelte es auf seine Weise. Unsere wiederholten Nachfragen, wie sich das UKB denn nach langjähriger Mitgestaltung auf die Veränderungen eingestellt habe, beantwortete man in der Vergangenheit immer sehr schmallippig. Jetzt ist klar, warum.
 
Die Anwohner-Initiative hat hierauf mit zwei offenen Briefen an Frau Dörner und den Vorstand des UKB reagiert. Wir sind auf Antworten und resultierende Taten gespannt.
 
LINK auf offenen Brief an Frau Dörner        
LINK auf offenen Brief an Herrn Prof. Holzgreve

Mit der Politik im Gespräch

Eingeladen von den Parteien hat die Anwohner-Initiative Venusberg die Phase des derzeitigen Kommunal-Wahlkampfs genutzt, um die aktuellen Belange unseres Quartiers vorzubringen und zu diskutieren.

Nachdem wir bereits vor einigen Wochen in einem bilateralen Dialog mit Frau Dörner (DIE GRÜNEN) über die Anliegen und Ziele der Anwohner-Initiative gesprochen hatten, trafen wir uns mit ihr zu einem Ge(h)spräch in Ippendorf. In diesem Austausch ging es u.a. um die dringend notwendige Verbesserung der Radwege-Infrastruktur und natürlich um die Seilbahn, die sie grundsätzlich befürwortet.
 

 

Initiiert von der SPD erörterten wir in einem Fachgespräch zur Seilbahn mit Frau von Bülow, Vertretern Bonner Unternehmen (Telekom, IHK, UKB …) sowie weiteren Initiativen aus unserem Netzwerk „JA-zur-Seilbahn“ (https://www.seilbahnbonn.de/ ) den Nutzen sowie mögliche weitere Schritte der dringend notwendigen Ost-West Entlastung im Bonner ÖPNV.

Positiv festzustellen ist, dass der politische und gesellschaftliche Diskurs in Bezug auf die Seil-bahn in den zurückliegenden fünf Jahren parteiübergreifend deutlich an Qualität und Ernsthaftigkeit gewonnen hat.

 

 

In den Gesprächen auf einer gemeinsamen Radtour durch den Kottenforst u.a. mit dem Kandidaten der CDU für den Venusberg und Ippendorf, Georg Goetz, und dem Landtagsabgeordneten der CDU, Christos Katzidis, ging es natürlich vor allem um das nach wie vor wachsende Verkehrsaufkommen durch das Uniklinikum Bonn und das weiterhin ausstehende Verkehrskonzept.

 

Weitere Informationen zu Positionen und Ziele der OB-Kandidierenden finden sich u.a. auch hier: https://bonn-waehlt-nachhaltig.de/  

  

Thema in allen Gesprächen war aus aktuellem Anlass auch die Überbauung des Melbbads und die Frage, warum dort ausschließlich Pflegekräfte des UKB wohnen sollten. Neben den vielen grundsätzlichen und durchaus berechtigten Einwänden der Bonner Bürger gegen die Bebauung machten wir darauf aufmerksam, dass auf dem Gelände des UKB die alten Gebäude, die längst abgerissen werden sollten, immer noch stehen. Durch ihren Abriss sollte die massive Überschreitung der zulässigen Baumassenzahl durch die neu erstandenen und entstehenden Bauten kompensiert werden. Mit Abriss des Altbestandes entstünde genug freie Fläche für die Errichtung von Wohngebäuden für die Mitarbeiter des UKB. Eine entsprechende Anfrage liegt der Stadt Bonn bereits vor. Hier geht es um drei Wohngebäude mit jeweils 118 Wohneinheiten (Mitteilungsvorlage_200558). Angesichts dieser Planung erscheint die Anzahl von rund 80 Wohnungen auf Kosten der Stadtgesellschaft wenig sinnvoll, zumal durch die Bebauung des Melbbads weiterer zusätzlicher Verkehr von und zum UKB entstehen würde.

In diesem Zusammenhang sollte das UKB auch noch einmal die Kriterien der Parkplatzvergabe auf dem Gelände überdenken. Statt wie in vordemokratischen Zeiten die Parkplätze den Ärzten in leitenden Positionen anzutragen, die in z.T. fußläufiger Nähe des UKB wohnen, sollten sie den Pflegekräften vorbehalten sein, die eine weite Anfahrt haben und von dem bestehenden Parkdruck unmittelbar betroffen sind.

Diesen Artikel finden Sie als pdf-Datei hier

Bonner Seilbahn:

Es scheint ruhig geworden zu sein um das Bonner Seilbahnprojekt. Doch der Eindruck, es gehe nicht voran, täuscht.

Die Stadt arbeitet an der Kosten-/Nutzenanalyse. Diese ist Grundlage für die laufenden Gespräche mit Vertretern von NRW und Bund. Der Bund ist nach Änderung des Gemeindefinanzierungs-Gesetzes jetzt ebenfalls ein interessierter und potentiell finanzieller Förderer. Die Anwohner-Initiative hat sich zu diesem Thema bereits seit einiger Zeit mit acht weiteren Verbänden (u.a. ADFC, BUND, NABU, VCD) in Bonn zusammen geschlossen. 

Details finden sich auf der gemeinsamen WEB-Seite: https://www.seilbahnbonn.de/

In den letzten Tagen berichtete die Presse (u.a. Bonner General-Anzeiger, DIE ZEIT) wieder vermehrt über die Aktivitäten rund um das Vorhaben. Politisch wird das Thema auch im Wahlkampf zu finden sein. Eine merkliche Veränderung zur letzten Kommunalwahl: das Vorhaben hat deutlich an Reife hinzugewonnen, ist aus den Kinderschuhen definitiv herausgewachsen und fester Bestandteil der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion. Für Ende des Jahres wird mit dem Abschluss der Kosten-/Nutzenanlyse und einem politischen Beschluss zur Einleitung des Planungsverfahrens gerechnet.

 
 

 

Parkraumkonzept:

Seit Anfang Juli sind jetzt die Vorboten für das neue Parkraumkonzept auf dem Venusberg für jeden sichtbar.

 

Das Konzept unterteilt das Quartier grob in drei unterschiedliche Bereiche (wir berichteten bereits darüber):

a) reines Bewohnerparken

b) Parkscheinparken

c) Parkscheibenparken

Alle Anwohner mit einem Bewohner-Parkausweis parken in diesen Zonen frei. Genau genommen werden diese drei Zonen durch einen Bereich vor der Ladenzeile in der Sertürnerstraße ergänzt. In diesem darf ausschließlich mit einem Parkschein geparkt werden.

Alle Details hierzu finden sich unter folgendem Link: Parkraumkonzept Venusberg

Als nächste Schritte werden die Parkscheinautomaten aufgestellt und ggf. erforderliche, neue Markierungen auf den Straßen angebracht. 

Die Beschaffung der Automaten dauert zur Zeit noch an – bis Ende des Jahres könnten aber alle Voraussetzungen (inkl. der zusätzlichen Kräfte beim Ordnungsdienst) geschaffen sein und die neuartige Parkraumbewirtschaftung wird starten.

 

   
   
   

 

Grünstreifen Robert-Koch-Straße:

Jetzt im Sommer ist der Grünstreifen an der Robert-Koch-Straße wieder mit Gras und Büschen bewachsen. Der Zugang zum Waldweg ist zudem wirksam gegen die zuletzt massiv angestiegene Zahl wild parkender Fahrzeuge (s. Foto aus 2018) gesperrt.

Gemeinsam mit dem Bauamt der Stadt Bonn ist es der Anwohner-Initiative gelungen, über eine neue, erhöhte Bordsteinkante sowie vorgezogener Baken das Naturschutzgebiet vor allen Falschparkern des UKB zu schützen.

 

Sehr kooperativ und unbürokratisch wurden 2018 verschiedene Möglich-keiten zwischen Stadt und Initiative erörtert. Die Umsetzung trieb das Bauamt zügig voran. Jetzt hat sich die Natur ihren Teil bereits selbst wieder zurückerobert (s. Foto aus 2020). Dies ist vor allem sehr wichtig in Bezug auf das neue, anstehende Parkraum-konzept gewesen. Denn der Parkdruck auf die Angestellten und Besucher des UKB wird zunehmen und ohne Barrieren würden diese leider auch nicht vor dem Wald als Parkfläche haltmachen.

 

   
   

 

Förderung des Rad-Potentials:

Zur Entlastung des Autoverkehrs auf dem Venusberg spielt das Fahrrad (ob klassisch oder elektrisch) eine zunehmende Bedeutung.

Die Anwohner-Initiative hat hierzu eine eigene Potential-analyse bezüglich der Radwege erarbeitet und diese der Stadt sowie dem UKB zur aktiven Nachverfolgung und Umsetzung überlassen.

 

Die Potentialanalyse findet sich hier

Als eine notwendige Voraussetzung für den Umstieg auf das Rad hat sich das UKB als fahrradfreundlicher Betrieb vom ADFC zertifizieren lassen. Aktive Anreizsysteme für die Beschäftigten zur verstärkten Nutzung des Rades stehen seitens des UKB jedoch weiterhin aus.

 
 

 

Hubschrauberlandeplatz:

Seit Ende Juni 2019 ist der neue Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Interdisziplinären Notfallzentrums (INZ) des UKB in Betrieb.

Die Klinik rechnet gegenüber dem alten Landeplatz mit einer Steigerung der Flugbewegungen auf 168 An- und 168 Abflüge bei Tag und 6 An- und Abflüge bei Nacht pro Jahr.

Im Unterschied zu dem alten Bodenlandeplatz sind für den neuen Dachlandeplatz nicht zwei, sondern vier Sektoren ausgewiesen, die für den Anflug genutzt werden können. Aus welcher Richtung der Landeplatz angeflogen wird,

entscheidet der Pilot je nach Windrichtung. Das UKB hat auf Nachfrage der AIV die Leitstellen aufgefordert, die Einsatzkräfte darauf hinzuweisen, einen Anflug über das Wohngebiet nach Möglichkeit zu vermeiden. Die ersten Monate der Nutzung des

neuen Landeplatzes sollen evaluiert werden. Dann will sich das UKB ggf. mit uns beraten.

 

Das für die Genehmigung des Landeplatzes eingeholte Lärmgutachten des TÜV Nord findet sich hier