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Am 15.09.2015 war es geschafft! Der Hauptausschuss beschloss einstimmig die Beauftragung der Machbarkeitsstudie zur Seilbahnverbindung vom Venusberg über den UN-Campus bis zur anderen Rheinseite nach Beuel und terminierte die Beauftragung bis Jahresende 2015. Durch intensive Gespräche und ausgiebige Schriftverkehre ist es der Anwohner-Initiative gelungen, die Interessen in Politik und Verwaltung auf diese Machbarkeitsuntersuchung zu lenken. Die zuvor jahrelang als spinnerte Idee abgetane Seilbahntrasse vom Venusberg nach Dottendorf erreichte nun den Status einer dringend erforderlichen und innovativen West-Ost Verbindung für ganz Bonn.
 
 
Wir haben uns hierzu mit weiteren Verbänden (u.a. ADFC, VCD, BUND und NABU) zusammen geschlossen und halten auch in der jetzigen Phase engen Kontakt mit Stadt und Politik. Zusätzlich zu den Berichterstattungen in Presse (Link zum GA-Artikel), auf der Web-Site der Stadt (Link zur Stadt) und am Wochenende auch im Radio Bonn/Rhein Sieg und im Fernsehen möchten wir daher folgende Informationen weiter geben:
Jetzt sollen alle Bonner Bürger an der Machbarkeitsuntersuchung zur Seilbahn aktiv beteiligt werden.
  1. es finden flankierend zur Machbarkeitsstudie drei Bürgerinformationsveranstaltung statt
    • das erste, allgemeine Treffen ist bereits in der kommenden Woche, am 22. Juni, in der Godesberger Stadthalle (Link auf die Einladung der Stadt)
    • im zweiten Halbjahr 2016 findet eine konkretere Information über den Zwischenstand statt und
    • im ersten Halbjahr 2017 sollen auf einer dritten Veranstaltung die finalen Ergebnisse präsentiert werden.
  2. Den aktuellen Projektstand können alle Bürger ab dem 22. Juni jederzeit über die Beteiligungsplattform www.bonn-macht-mit.de verfolgen.
  3. über diese Plattform haben Sie auch die Möglichkeit, Anregungen und Hinweise zum Seilbahnprojekt zu geben.
Nehmen Sie diese Angebote wahr, informieren Sie sich und geben Sie selbst eigene Anregungen. Das Projekt benötigt einen breiten Konsens in der Stadt – hier kann jeder als positiver Multiplikator in seinem Umfeld fungieren.

Es hat mal wieder lange gedauert. Seit über einem halben Jahr soll das UKB konkret aufzeigen, an welchen Maßnahmen gearbeitet wird und wie diese übergreifend sowie zielgerichtet gesteuert werden.

Am 12.04.2016 lud Herr Prof. Holzgreve die Anwohner ein und stellte das Projekt „mobil am UKB“ vor. Ein großer Erfolg für das beharrliche Nachfassen der Anwohner-Initiative!

Die gutachterliche Bewertung aus dem Frühjahr 2015 enthält 20 Einzelmaßnahmen, die dem UKB zur Verringerung des PKW-Verkehrs zugeschrieben werden (s. News vom 06.12.2015). Nach zwei unzureichenden Präsentationen des UKB zum aktuellen Bearbeitungsstand dieser Maßnahmen in den zurückliegenden Monaten, rät die Anwohner-Initiative im Januar dem Vorstand des Klinikums zu einem aktiven Vorgehen.

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Erstmals ist dies nun am vergangenen Dienstag erfolgt!

Mit der Veranstaltung zeigte das UKB, was es tut und wie es sich darum bemüht, seinen erforderlichen Beitrag zur Reduzierung des Verkehrs zu leisten.

Schnell wurde bei der Veranstaltung deutlich, dass es bzgl. der konkreten Zielsetzung, Ausgestaltung und Bewertung der Aktivitäten unterschiedliche Auffassung zwischen den Anwohnern und den Verantwortlichen beim UKB gibt. Ohne eigene Ideen, welche die aufgezeigten Maßnahmen kreativ miteinander verbinden oder sinnvoll ergänzen, bleibt „mobil am UKB“ ein stumpfes Pflichtprogramm auf Minimalniveau. Drei spontane Aspekte seien hier exemplarisch aufgeführt:

  1. Fahrgemeinschaften sollen mit einer UKB-eigenen App unterstützt werden.
    Begleitend erforderliche Anreize bspw. durch eine flexible Einfahrtgenehmigung und Parkplatz-Preisstaffel für Fahrgemeinschaften sind nicht angedacht.
  2. Da der Einsatz betrieblicher Shuttle-Busse in Konkurrenz zum ÖPNV/Jobticket stehe, ist diese Maßnahme vom UKB bereits negativ beschieden.
    Ein Jobticket als Voraussetzung zur Nutzung eines Betriebs-Shuttles vorzusehen, würde den Absatz der Jobtickets sogar noch erhöhen.
  3. Aktuell findet eine, im Intranet verborgene Mitarbeiterbefragung zur potentiellen E-Bike Nutzung am UKB statt.
    Es wurde die Chance verpasst, diesen Einzelaspekt in einer übergreifenden Befragung mit begleitender, intensiver Kommunikation abzufragen. So ist kein reger Rücklauf zu erwarten, die Ergebnisse nur wenige repräsentativ.

Gelingt es dem UKB das aktuelle Engagement nicht im Wesentlichen für die Außendarstellung sondern zukünftig für die ernsthafte Umsetzung der Maßnahmen einzusetzen, kann ein entscheidender Beitrag zur Verkehrsreduktion entstehen.

Die Voraussetzungen für die erforderliche inhaltliche Auseinandersetzung sind nun gegeben. In bilateralen Gesprächen und am Runden Tisch bedarf es jetzt der weiteren kritischen Diskussion.

Hintergrund-Informationen zum Termin „mobil am UKB“ finden Sie hier:

Der Vorstand des Universitätsklinikums wünscht den Nachbarn in diesen Tagen mit einem eigens produzierten Flyer ein frohes Fest – eine nette Geste!

Gleichzeitig versucht das UKB das Bild zu vermitteln, dass

  • die Klinik die derzeitige Verkehrssituation nicht verursacht habe und
  • man ernsthaft und konkret an der Verbesserung der Situation arbeite,
  • dem UKB aufgrund der Gemeinnützigkeit die Hände zur wirkungsvollen Problemlösung aber gebunden seien.

Diese Darstellung entbehrt u.E. jeglicher Grundlage und zeigt, dass das UKB in den letzten 24 Monaten seine Grundhaltung nicht geändert hat. Der Wille, die Schwierigkeiten durch ein zielgesteuertes Gesamtkonzept auf Vorstandsebene anzugehen, ist nicht vorhanden. Anstelle dessen versucht man sich mit Appellen zur Nachsicht durchzulavieren und scheut sich sogar nach wie vor nicht, das medizinische Gemeinwohl mit den Verkehrsproblemen gegeneinander auszuspielen.

Gutachterlich belegt ist mittlerweile, dass:

  1. über 17.000 Wege/Tag (und damit 70%) derzeit allein durch das UKB entstehen; weit über die Hälfte davon mit eigenem PKW/Krad
  2. die prognostizierte 50%ige Steigerung des motorisierten Individualverkehrs bis 2025 allein Folge des bereits geplanten UKB-Ausbaus ist
    (das Wohngebiet hat keine Erweiterungsmöglichkeit mehr aus dem heraus eine signifikante Erhöhung des Verkehrsaufkommens resultieren könnte)
  3. von 46 gutachterlich bewerteten Maßnahmen (siehe News-Blog vom 29.05.15) knapp die Hälfte in Verantwortung des UKB liegen
  4. 75% der vom Gutachter mit höchster Priorität und größter Wirkung (Potentialen) klassifizierten Maßnahmen vom UKB umzusetzen sind
  5. sich das abgeschätzte einmalige Investitionsvolumen für die wichtigsten Themen unter 1 Mio. € beläuft und damit im Promillebereich der Summen bewegt, die derzeit in die Erweiterungsbauten fließen.

Hier die konkreten, gutachterlich bewerteten UKB-Maßnahmen und der Status aus Sicht der Anwohner-Initiative:
(Potential: 0-5, größtes Potential = 5 Priorität: 1-3, höchste Priorität = 1)

 

Die Stadtwerke Bonn setzen in den kommenden zwei Wochen erstmalig in Bonn unter Realbedingungen, d.h. im Fahrgastbetrieb, einen Gelenk-Elektrobus ein. Die Anwohner-Initiative steht hierzu seit Beginn der Planungsphase mit der Geschäftsführung der SWB Bus & Bahn im Austausch. Zur Entscheidung der SWB, den Einsatz auf zwei von drei Linien auf dem Venusberg zu testen, informierte uns Herr Reining vorab mit nachfolgendem Schreiben (Einsatz von Gelenk-Elektrobussen bei der SWB).

Die Linie 601 wird Wochentags, die Linie 600 am Wochenende mit diesem Bus befahren (Fahrplan-Elektrobus).

Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Bonn zunehmend und aktiv auf die Elektromobilität setzt und unsere Anregungen hierzu bei ihren Entscheidungen berücksichtigt. Das Unternehmen hat beschlossen ab 2016 Schritt für Schritt ihre Fahrzeugflotte auf Elektroantrieb umstellen. In Bezug auf Geräusch- und Schadstoffimmission auch für unser Wohnviertel eine zukunftsweisende Perspektive.

Gerne leiten wir Eindrücke und Anregungen aus dem laufenden Testbetrieb geschlossen an die SWB weiter – sendet uns diese einfach per Mail.